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Zwischen Freude und Enttäuschung: Rückblick auf die Kommunalwahl

Gemischte Gefühle bei der Jungen Union über den Wahlausgang: Jubel über Sterns Direktwahl, ernüchterndes Gesamtergebnis.

Als sich am Sonntagabend mehrere Mendener JUler im Garten des stellvertretenden Vorsitzenden getroffen hatten und bei Grillfleisch und Kaltgetränken die eintrudelnden Ergebnisse verfolgten, lagen Jubel und Ernüchterung nah beieinander. Der Sieg aller 22 Wahlbezirke sorgte für gute Laune und Erleichterung – insbesondere die Wahl unseres Vorsitzenden Mike Stern im Wahlbezirk 7 rief einige emotionale Momente hervor. All dies konnte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Gesamtergebnis alles andere als zufriedenstellend ist. Sowohl unser Landratskandidat Marco Voge als auch unser Bürgermeisterkandidat Sebastian Arlt müssen in die Stichwahl. Hier heißt es, noch einmal die volle Motivation für die nächsten zwei Wochen herauszuholen.

Die Stadtratswahl: Union trotz erheblicher Verluste stärkste Kraft in allen Wahlkreisen

Die Wahl zum wichtigsten politischen Gremium Mendens entscheidet darüber, welche Mehrheitsverhältnisse künftig in der lokalen Politik herrschen. Nach einem intensiven Wahlkampf ist für uns die erfreuliche Nachricht, dass alle 22 Direktkandidaten den Einzug in den Stadtrat geschafft haben und die CDU weiterhin die größte Fraktion stellen wird.

"In den kommenden fünf Jahren gilt es möglichst viele Themen aus unserem Programm 'Unser Menden 2025' aufzugreifen und proaktiv in die politische Diskussion zu bringen."

Das Gesamtergebnis ist jedoch deutlich ernüchternder. In vielen Wahlkreisen hat die CDU im Vergleich zu 2014 erhebliche Stimmenanteile verloren. Klar dazugewonnen haben Grüne und FDP. Auch wenn die CDU-Fraktion durch die gewonnenen Direktmandate nicht kleiner wird, schrumpft der prozentuale Anteil im Rat. Durch die Ausgleichsmandate, die den anderen Fraktionen zugesprochen werden, bläht sich der Rat auf 60 Mitglieder auf. Lediglich die SPD-Fraktion verkleinert sich im Vergleich zum alten Rat. Durch die neuen Mehrheitsverhältnisse wird es für die CDU schwieriger, ihre Anliegen durchzubringen. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fraktionen – insbesondere FDP und Grünen – wird hier umso wichtiger sein.

CDU

37.29%

SPD

18.06%

Grüne

21.69%

FDP

11.58%

Linke

2.7%

USF

1.79%

UWG

2.51%

AfD

4.37%

Noch nichts entschieden: Die Bürgermeisterwahl

Dass es eine Stichwahl um das Bürgermeisteramt geben wird, war keine Überraschung. Am 27. September kommt es zur Entscheidung zwischen dem von der CDU nominierten und unterstützten Sebastian Arlt und dem Ex-SPDler Roland Schröder, der den ersten Wahlgang für sich entscheiden konnte. Die Kandidaten Stefan Weige (FDP) und Andreas Nolte (unabhängig) konnten beide mit zweistelligen Ergebnissen Achtungserfolge einfahren. Gerade deswegen ist der Ausgang der Stichwahl noch völlig offen – die nächsten zwei Wochen werden hier entscheidend sein.

Arlt

30.61%

Schröder

39.7%

Weige

14.21%

Nolte

11.59%

Schwanebeck

3.89%

Ein Blick auf die Kreisebene

Ebenso wie bei der Ratswahl muss die CDU in Menden auch bei der Kreistagswahl Verluste hinnehmen. Dennoch schafften alle vier Direktkandidaten der CDU den Einzug in den Lüdenscheider Kreistag, in welchem die Union mit insgesamt 29 von 76 Mitgliedern weiterhin die größte Fraktion stellt. Das Rennen um den Chefposten im Kreis bleibt jedoch weiter spannend: Marco Voge holt kreisweit 42,11% und muss gegen den SPD-Kandidaten Schmidt (30,53%) in die Stichwahl. Bemerkenswert ist, dass Voge in Menden mit 48,75% knapp an der absoluten Mehrheit kratzte.

Wie geht es nun weiter?

Der Wahlkampf ist noch nicht vorbei. In dem offenen Rennen um die Stichwahl setzen unsere Kandidaten Marco Voge und Sebastian Arlt weiter auf unsere volle Unterstützung für die Zeit bis zur Stichwahl. Ob beim Kleben der “Störer” auf die Wahlplakate oder beim Infostand – die JU ist weiterhin motiviert dabei.

In der kommenden Fraktion wird die Junge Union mehrere sachkundige Bürger und Stellvertreter stellen, sodass unsere Ideen und unser Programm in die Arbeit der nächsten Fraktion einfließen kann. Als gut aufgestellte JU sind wir bereit uns aktiv einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Unsere Aktivitäten in den letzten Wochen haben gezeigt, dass die CDU breit aufgestellt ist und bereit ist, das in dieser Wahl verlorene Vertrauen zurückzugewinnen.

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